Wenn die Chemie nicht stimmt - Spielzeug

Beschreibung und Zielsetzung

Zahlreiche Auflagen der Gesetzgeber verpflichten Hersteller, Importeure und Händler von Spielzeug, Aussagen über die Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen vorzuweisen. Diese Anforderungen dienen dazu, die Sicherheit der Konsumenten zu gewährleisten, ihre Rechte zu verbessern oder das Wettbewerbsrecht zu schützen.

Im Gegensatz zu optisch erkennbaren Mängeln wie Beschädigungen oder Verarbeitungsfehlern kann weder der Händler noch der Verbraucher erkennen, ob „die Chemie stimmt". Diese „verdeckten" Eigenschaften eines Spielzeugs sind in den wenigsten Fällen allein am Geruch zu erkennen. Ob die Chemie stimmt und der Lieferant zuverlässig ist, erweist sich erst in der chemischen Prüfung auf Schadstoffe.

Unser Ziel ist es, Sie über die relevanten Anforderungen an Spielwaren im europäischen Binnenmarkt zu informieren sowie Lösungsansätze für die Umsetzung in der betrieblichen Praxis an die Hand zu geben. Mit unseren Anforderungsprofilen lernen Sie ein Instrument kennen, das dieses Wissen in komprimierter Form bereitstellt. Wir informieren Sie über häufige Abweichungen und zeigen Möglichkeiten der Fehlervermeidung sowie technisch mögliche Nachbearbeitungsmöglichkeiten für schadstoffbelastete Ware auf.


Inhalte

  • Produktverantwortung - gesetzliche Grundlagen, Verantwortlichkeiten und Dokumentation:
    - Produktsicherheitsgesetz
    - Spielzeug-Richtlinie
    - Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch
    - Bedarfsgegenständeverordnung
    - REACh-Verordnung
    - POP-Verordnung
    - RoHS
  • Maßnahmen zur Produktabsicherung für Importeure und Händler: Vorgaben aus der DIN EN ISO 9001:2015, Umsetzung und Dokumentation
  • Schadstoffproblematik bei Spielzeug: gesetzliche Anforderungen, häufige Grenzwertüberschreitungen sowie Ursachen und Möglichkeiten der Nachbehandlung
  • optional: Laborbesichtigung

Zielgruppe

Das Seminar richtet sich an Produktverantwortliche, Qualitätsentwickler, Einkäufer, Designer und Verantwortliche für Risikomanagement aus Unternehmen, die Spielzeug herstellen oder vertreiben.


Über den Referenten / die Referentin

Kristina Baldin-Erbe

Dipl. Ing. (FH) für Bekleidungstechnik mit DGQ-Abschluss Qualitätsbeauftragte und interne Auditorin, ist seit Januar 2013 bei Hermes Hansecontrol als ausgewiesene Expertin für Prozess- und Qualitätsmanagement in der textilen Wertschöpfungskette für Schulungen und Seminare zuständig. Zuvor fungierte sie für das Prüfinstitut Hansecontrol als Qualitätsberaterin und Trainerin.
Ihre Kernkompetenz umfasst das Prozess- und Qualitätsmanagement mit allen Facetten der Textil- und Bekleidungstechnik. Von 2008 - 2013 hatte sie in Hamburg eine Berufungs-Professur für Textiltechnologie mit Schwerpunkt Qualitätsmanagement. Seit 2015 ist sie als Dozentin für verschiedene Hochschul-Zertifikatskurse (IBH Institut für berufl. Hochschulbildung) akkreditiert. Kristina Baldin-Erbe verfügt über umfassende Erfahrung als Ausbilderin, Dozentin und Fachautorin.


Beke Rüten-Budde

Die staatlich geprüfte Lebensmittelchemikerin hat an der Universität Hamburg studiert und während des zweiten Staatsexamens in Überwachungs- und Untersuchungsämtern gearbeitet. Dort hat sie von Grund auf die rechtliche Beurteilung von Produkten erlernt. Seit 2015 ist sie bei der Hansecontrol Zertifizierungsgesellschaft als Fachexpertin für Produktanforderungen tätig. Nach ihrer Tätigkeit in der Dokumentenprüfung wechselte Beke Rüten-Budde im Dezember 2016 in unser Fachteam "Toys und Food Contact".


Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Preise für diese Veranstaltung:
Standardpreis: 475 Euro
Kundenpreis: 420 Euro
Frühbucherpreis: 451 Euro

Veranstaltungsort

Hermes Hansecontrol

Schleidenstraße 1
22083 Hamburg



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